Die Grampian Highlands müssen eigentlich in zwei charakteristische
Landstriche unterteilt werden, zum einen in die flachen Landstriche an der
Küste mit weiten Sandstränden, kleinen Fischerdörfern, Wiesen
und Feldern, zum anderen in das gebirgige Hinterland mit Hügelketten,
Wasserfällen und tief eingeschnittenen Tälern. Dazwischen liegen
weite Moorgebiete, die von kleinen Wäldchen umgeben sind.
Die vielen Anziehungspunkte der Region bestehen jedoch nicht nur in der
außergewöhnlichen Landschaft, für die die Birken- und
Kiefernwälder so typisch sind, sondern die meisten Attraktionen befinden
sich in den Tälern der Grampian Highlands, wie der Malt Whisky Trail
entlang des Flusses Spey, der Castle Trail und nicht zu vergessen das
Tal des Flusses Dee, in dem die Königsfamilie ihren Urlaub verbringt.
Aberdeen ist Schottlands drittgrößte Stadt. Der silbergraue Granit prägt das Erscheinungsbild der Altstadt und solide, puritanisch strenge Stadtpaläste säumen die Haupt- und Geschäftsstraße Union Street, an deren östlichem Ende das viktorianische Rathaus mit seinem alten Tolbooth-Turm (früher das Gefängnis) und das Mercat Cross stehen. Das Provost Ross's House von 1593 ist das älteste unverändert erhaltene Gebäude. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Aberdeen Art Gallery, das Maritime Museum und das Marishal College, vermutlich der größte Granitbau der Welt. Das 1494 gegründete King's College mit der St. Machar's Cathedral aus dem 12. Jahrhundert steht im eigentlichen Old Aberdeen, einem ruhigen, gemütlichen Viertel im Norden der Stadt.
Aberdeen ist auch das Tor zur Royal Deeside, dem Flußtal des Dee, in dem 1852 die Sommerresidenz der Königsfamilie Balmoral Castle gebaut wurde. 15 km entfernt liegt der Ort Braemar, in dem jeweils am 1. Samstag im September das Braemar Gathering, die wohl bedeutendsten Highland Games stattfinden, denn meist ist die königliche Familie unter den Zuschauern.
Zu erwähnen ist hier der Castle Trail mit einigen der schönsten
Schlösser in Schottland. 11 km südöstlich von Aberdeen steht
Drum Castle von 1619 mit einem wuchtigen Bergfried aus dem späten
13. Jahrhundert und einige Kilometer weiter Crathes Castle, in dem ein
Geist umgehen soll und dessen acht miteinander verbundene Gärten eine
wahre Augenweide sind. Fyvie Castle im Norden ist eine Festung mit fünf
Türmen und Craigievar Castle im Westen von Aberdeen, das wie ein
Märchenschloß in einer Parklandschaft auf den Anhöhen des Flusses
Don steht, haben viele Jahrhunderte schottischer Geschichte miterlebt. Die
Ruinen von Dunnottar Castle südlich von Stonehaven auf einem kühn
ins Meer hinausragenden Felsen trotzen den Naturgewalten.
Auf dem ausgeschilderten Malt Whisky Trail liegen sieben Malzwhiskybrennereien, die dem Besucher die Herstellung des Malt Whiskys anschaulich erläutern. Die Route führt durch die wilde heidekrautbewachsene Bergwelt der Grampians und hübsche kleine Ortschaften, unter anderem auch durch das höchstgelegene Dorf der Highlands, Tomintoul.
Elgin im Nordosten der Grampians liegt am Fluß Flossie und bietet als besondere Sehenswürdigkeit die schön gelegenen Ruinen einer Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert.
An der Küste im Nordosten zwischen den größeren Hafenstädten
Macduff, Fraserburgh und Peterhead liegen grandiose Küstenabschnitte mit
schroffen Klippen und vielfältiger Flora und Fauna. Neben dem Leuchtturm
bei Kinnaird Head in Fraserburg befindet sich Scotland's Lighthouse Museum,
das jedem zu empfehlen ist, der sich für die Seefahrertradition dieser
Gegend interessiert.