GÄLISCHE SUBSTANTIVE MIT ARTIKEL


ALLGEMEINE REGELN

Das gälische Nomen (Hauptwort) hat in seiner heutigen Form zwei Genera (gramm. Geschlechter): Maskulin (männlich), Feminin (weiblich)

zwei Numeri: Singular (Einzahl), Plural (Mehrzahl) [Reste einer alten Dual-Form existieren nach Zahlen mit da- = zwei]

und, für alle praktische Zwecke, vier Casus (Fälle):

  Nominativ, jetzt zusammen mit dem alten Akkusativ (wer, wen)
  Genitiv (wes, wessen)
  Dativ (wem)
  Vokativ (Anrede)

und einen bestimmten Artikel (siehe unten).


DER ARTIKEL

Das Gälische, wie die meisten keltischen Sprachen, kennt k e i n e n unbestimmten Artikel (aber im Deutschen: einer, eine ein usw.).

duine daoine
Mann Männer
ein Mann


Der bestimmte Artikel steht immer vor seinem Substantiv:

an duine na daoine
der Mann die Männer


an und na sind die sogenannten p r i m ä r e n Formen des Artikels, der wie folgt nach Numerus, Genus und Casus (Zahl, Geschlecht und Fall) dekliniert wird:

Mask. Sing. Fem. Sing. Plural (M/F)
Nom. an, am, an t- an, a', an t- na, na h-
Gen. an, a', an t- na, na h- nan, nam
Dat. an, a', an t- an, a', an t- na, na h-

Es bildet sich kein Vokativ mit dem Artikel.

In allen Formen ist der (jetzt veraltete) Akkusativ dem Nominativ gleich.

Beispiele (beachte - das grammatikalische Geschlecht des gälischen Wortes entspricht nicht immer dem der deutschen Übersetzung!):

(N = Nominativ, G = Genitiv, D = Dativ, m = männlich, f = weiblich, S = Singular, P = Plural)

NmS: an duine (der Mann), am bàrd (der Dichter), an t-athair (der Vater)
NfS: an spog (die Kralle), a' bhrog (der Schuh), an t-slat (die Latte)
NmP: na daoine (die Männer), na bàird (die Dichter), na h-aithrichean (die Väter)
NfP: na spogan (die Krallen), na brògan (die Schuhe), na slatan (die Latten)
GmS: an raimh (des Ruders), a' ghille (des Jungen), an t-srutha (des Bachs)
GfS: na cloiche (des Steins), na h-aibhne (des Flusses)
GmP: nan gillean (der Jungen), nam fear (der Männer)
GfP: nan abhainn (der Flüsse), nam fras (der Regenschauer)
DmS: an fhear (dem Manne), a' ghille (dem Jungen), an t-sruth (dem Bach)
DfS: an spoig (der Kralle), a' phoit (dem Topf), an t-slait (der Latte)
DmP: na gillean (den Jungen), na fir (den Männern), na h-aithrichean (den Vätern)
DfP: na clachan (den Steinen), na frasan (den Regenschauern), na h-aibhnichean (den Flüssen)



R e g e l n

SINGULAR

Folgendes trifft fast immer zu:
1) Beim Maskulin sind Nominativ und Dativ Singular gleich:
duine Mann, air duine dem Mann (Dativ des Besitzes)
2) Beim Feminin sind Genitiv und Dativ Singular gleich:
a'bhrog Schuh, air a'bhrog auf dem Schuh
3) Beim Maskulin sind Genitiv und Vocativ Singular gleich:
tigh Sheamuis Jakobs Haus, a Sheamuis! Jakob!
4) Beim Feminin sind Nominativ und Vocativ Singular gleich:
a'bhean bheag die kleine Frau, a bhean nan mìle luing o Frau der Tausend Schiffe
5) Bei allen Wörtern sind Nominativ und Akkusativ (bzw. Objectiv) gleich:
is mòr an cù seo dieser Hund ist groß
chì mi cù ich werde einen Hund sehen
tha long ro mhòr das Schiff ist zu groß
chunnaic mi long ich sah ein Schiff


PLURAL

Der Nominativ Plural ist meistens wie der Genitiv Singular, oder er wird durch Hinzufügen von a, an or ean zum Nominativ Singular gebildet.
Der Genitiv Plural ist entweder wie der Nominativ Singular or der Nominativ Plural.
Der Dativ Plural ist wie der Nominativ Plural, die frühere Endung -ibh or -aibh (Lat. -ibus usw.) wird heute nur in der Dichtersprache verwendet.
Der Vokativ Plural entspricht dem aspirierten Nominativ (ursprünglich Dativ) mit der Endung a or an.


ARTIKEL

Ein Substantiv mit vorausgehendem Artikel wird bestimmt, und ein Substantiv ohne Artikel unbestimmt genannt.

Ein männliches Substantiv mit Artikel aspiriert im Genitiv und Dativ Singular, z.B. am bàrd der Dichter, taigh a'bhàird Haus des Dichters, do'n bhàrd zum Dichter;
aber ein weibliches Substantiv mit Artikel aspiriert im Nominativ und Dativ Singular, z.B. a'bhròg, a'chlach der Schuh, der Stein; air a'bhròig, air a chloich auf dem Schuh, auf dem Stein.

Ein bestimmtes Substantiv mit den Anfangsbuchstaben d, l, n, r, s, or t aspiriert in keinem der Fälle (außer d > dh, s > sh und t > th im Vokativ).


Mann Schiff Natter König Schuster Haus
männl. weibl. weibl. männl. männl. männl.
N an duine an long an nathair an rìgh an t-saol an taigh
G an duine an luinge an nathar an rìghe an saol an taigh
D an duine an luinge an nathar an rìgh an t-saol an taigh
V a dhuine a long a nathair a rìgh a shaol a thaigh

Bei einem Substantiv, das mit einem Konsonanten anfängt und dessen letzter Vokal breit ist (a, o, u) wird der Genitiv Singular (weiblich und männlich) gewöhnlich durch Einfügen eines -i- nach dem letzten Vokal des Nominativ Singular (bàrd > bàird m Dichter, carn > cairn Stein f).

Substantive mit konsonantischem Anlaut
Bei einem Substantiv, das mit einem Konsonanten anfängt und dessen letzter Vokal eng ist (i, e) wird der Genitiv Singular (weiblich und männlich) gewöhnlich durch Hinzufügen eines -e am Ende des Wortes gebildet (muir > muire f Meer, rìgh > rìghe m König); aber zwei- und mehrsilbige Substantive haben die gleiche Endung (also ohne -e) in allen Fällen des Singulars (ciobair m Hirt, taigh ciobair Haus des Hirten; caileag f Mädchen, athair caileag Vater eines Mädchens).

Substantive mit vokalischem Anlaut
Ein bestimmtes männliches Substantiv, daß mit einem Vokal anfängt muß ein t- im Nominativ Singular vor dem Wort und nach dem Artikel bilden, sowie h- im Nominativ und Dativ Plural: an t-athair m der Vater, na h-athair die Väter, leis na h-athair mit den Vätern.

Ein bestimmtes weibliches Substantiv braucht ein h- im Genitiv Singular, sowie ebenfalls ein h- im Nominativ und Dativ Plural: an iolair f der Adler, a h-iolair des Adlers, na h-iolairean die Adler, mar na h-iolairean wie die Adler.

Ein bestimmtes männliches Substantiv, das mit s- + Vokal (also sa-, se-, si-, so- su-) oder s- + l, m, n, r (also sl-, sm-, sn-, sr-) verlangt ein t- vor dem Wort im Genitiv und Dativ Singular.


Beispiele: saol m Schuster, sealgair m Jäger, sruth m Strom, Fluß, sliabh m Berg, snàth m Faden

N an saol an sealgair an sruth an sliabh an snàth
G an t-saol an t-sealgair an t-srutha an t-sléibhe an t-snaith
D an t-saol an t-sealgair an t-sruth an t-sliabh an t-snàth
V a shaol a shealgair a shruth a shliabh a shnàth


Ein bestimmtes weibliches Substantiv verhält sich nach denselben Lautregeln im Nominativ und Dativ Singular.

Beispiele: srad f Funke, slat f Latte, Stab, snaois f Scheibe

N an t-srad an t-slat an t-snaois
G na sraide na slaite an snaoise
D an t-sraid an t-slait an t-snaois
V a shrad a shlat a shnaois

Beim Substantiv ohne Artikel wird nur im Dativ aspiriert, wenn die vorhergehende Präposition es verlangt, z.B. de, do, fo (hinweg von, zu, unter) usw.



BEISPIELE

SUBSTANTIVE MIT UND OHNE ARTIKEL

REGELMÄSSIGES SUBSTANTIV MIT BREITEM VOKAL (A, O, U) ANFANGSBUCHSTABE B

bàrd m. ein Dichter Dichter
N bàrd bàird
G bàird bhàrd
D air bàird air bàird (bàrdaibh)
V a bhàird! a bharda!
am bàrd m. der Dichter die Dichter
N am bàrd na bàird
G a' bhàird nam bàrd
D a' bhàrd na bàird (bàrdaibh)
air a' bhàrd air na bàird (bàrdaibh)
do 'n bhàrd do na bàird (bàrdaibh)
 
bròg f. ein Schuh Schuhe
N bròg brògan
G bròige bhròg
D bròig brògan
V a bhròg! a bhrògan!
a' bhròg f. der Schuh die Schuhe
N a' bhròg na brògan
G na bròige nam bròg
D a' bhròig na brògan
'n bhròig

REGELMÄSSIGES SUBSTANTIV MIT ENGEM VOKAL (I, E pur oder in Verbindung)

mìr m. ein Stück Stücke
N mìr mìrean
G mìre mhìrean
D mìr mìrean (mìribh)
V a mhìr! a mhìrean!
am mìr m. das Stück die Stücke
N am mìr na mìrean
G a mhìre nam mìrean
D am mìr na mìrean (mìribh)
do 'n mhìr do na mìrean (mìribh)
 
poit f. ein Topf Töpfe
N poit poitean
G poite phoit
D poit poitean (poitibh)
V a phoit! a phoitean!
a' phoit f. der Topf die Töpfe
N a' phoit na poitean
G na poite nam poit
D a' phoit na poitean
do 'n phoit do na poitean (poitibh)



ZUM ARTIKEL


Das n Des Artikels wird m vor Wörtern, die mit b, f, m und p anfangen, wie am fear (der Mann), am bàta (das Boot) und am maireach (der morgige Tag; morgen). In bestimmten Fällen verursacht der Artikel Aspiration. Dann entfällt das -n Vom Artikel (a'bhord f. der Tisch; a'bhaird m. des Dichters). In manchen Fällen verursacht der Artikel eine folgende Aspiration: das -n wird dann weggelassen (Ellision), was durch eine Apostrophe ('n) gekennzeichnet wird, wie z.B. do 'n righ (zum König), o'n taigh (vom Haus). In den Fällen, wo das n normalerweise vor einer Aspiration ausfallen würde, aber die vorhergehende Präposition mit einem Vokal endet, sodaß das a auch ausfallen würde, behält man das n und das a wird dann weggelassen, wie z.B. bei do'n mhac aus do + an + mac (zum Sohn), aber sonst Dativ a'mhac nach einer Präposition wie leis a'mhac (mit dem Sohne).

In mehrfachen Genitivbildungen (wie im Deutschen z.B. die Schönheit der Tochter des Königs > die Schönheit der Königstochter) wird im Gälischen der Artikel nur einmal gebraucht. Beispiele sind:
lamh a' ghille die Hand des Jungen, des Jungen Hand
amh mo ghille die Hand meines Jungen
lamh gille Hand eines Jungen, eines Jungen Hand
solus-greine Sonnenlicht
solus na greine das Licht der Sonne
an solus greine das Sonnenlicht, der Sonne Licht

Wenn ein einfaches oder qualifiziertes Adjectiv dem Hauptwort vorausgeht, befindet sich der Artikel vor dem Adjektiv. Ein solcher Artikel gehorcht allen regelmäßigen Änderungen und aspiriert das Adjectiv genau wie ein sonstiges Hauptwort.
duine Mann
tha an duine droch der Mann ist schlecht
an droch dhuine der schlechte Mann
do'n dhroch dhuine zum schlechten Mann
am fior dhroch dhuine ein wirklich schlechter Mann
dà dhroch dhuine zwei schlechte Männer
trì drocha daoine drei schlechte Männer
taigh nan drocha duine das Haus der schlechten Männer

Man verwendet den Artikel

- vor einem Substantive mit einem folgenden Demonstrativpronomen seo, sin, ud (dieses, jenes, dortiges); an taigh seo (dieses Haus; vgl. frz. cette maison-ci), an cnoc ud (das Hügel drüben; frz. cette colline-là)
- wenn die Verbalformen is und bu (von , "sein") mit einem Adjektiv vorausgehen: is math a t-each e (gut ist das Pferd = das Pferd ist gut)
- zwischen den Fragepartikeln (wer), cia (was), ciod (wann) und dem Substantiv: cò am fear? (was für ein Mann? = wer ist der Mann? ciod an cèilidh? wann ist das Fest?).

Der Artikel befindet sich

- häufig vor abstrakten Begriffen oder vor Bezeichnungen einer Art oder eines Typs, wie: an leisg die Faulheit, an duine der Mensch, an tuiteach die Fallsucht (Epilepsie)
- vor Ländernamen: an Eadailt Italien, an Roinn-Eórpa Europa, an Fhraing Frankreich, Tìr nan Frang Franken, Eachdraich na h-Alba die Geschichte Schottlands.

Ursprünglich gab es im Altgälischen (wie etwa im Sanskrit) 15 Deklinationen, hete beschreibt man im allgemeinen 7. Was Bildungen mit dem Artikel betrifft sowie für praktische Zwecke wird das Substantiv heutzutage in vier Gruppen eingeteilt.

Gruppe 1: sämtliche Substantive die mit d, t : l, n, r : sg, sm, st, sp anfangen
Gruppe 2: sämtliche Substantive die mit b, c, g, f, m oder p anfangen
Gruppe 3: sämtliche Substantive die mit s mit folgendem l, n und r bzw. s mit folgendem Vokal anfangen
Gruppe 4: sämtliche Substantive die mit einem Vokal (a e i o u) anfangen



DEKLINATION DER SUBSTANTIVA NACH GRUPPEN

Gruppe 1: Sämtliche Substantive die mit d, t : l, n, r : sg, sm, st, sp anfangen
In dieser Gruppe findet keine Änderung oder Hinzufügung statt, der Artikl bleibt in seiner primären Form. Das -n am Ende des Artikels verhindert die Aspiration des unmittelbar folgenden d oder t eines Substantivs oder Adjektivs. Obwohl etwas anders ausgesprochen, erscheint die Aspiration von l n r nimals in Schriftform.
Beispiele: dorus m Tür, tùr m Turm, laogh m Kalb, nathair f Schlange, Natter, ramh m Ruder, sgoil f Schule, smal m Staub, spog f Pfote, Kralle, stuadh f Welle, Gipfel

Singular
N an dorus an tùr an laogh an nathair an ramh
G an doruis an tùir an laoigh na nathrach an raimh
D an dorus an tùr an laogh an nathair an ramh
 
Plural
N na dorsan na tùir na laoigh na nathraichean na raimh
G nan dorus nan tùr nan laogh nan nathair nan ramh
D na dorsan na tùir na laoigh na nathraichean na raimh
 
Singular
N an sgoil an smal an spog an stuadh
G na sgoile an smail na spoige na stuaidh(e)
D an sgoil an smal an spoig an stuadh
 
Plural
N na sgoilean na smail na spogan na stuadhan, stuadhannan, stuaidhean
G nan sgoil nan smal nan spog nan stuaidh
D na sgoilean na smail na spogan na stuadhan, stuadhaibh


Gruppe 2: sämtliche Substantive die mit b, c, g, f, m oder p anfangen

Männliche Nomina in dieser Gruppe aspirieren im Genitiv und Dativ Singular; weibliche Nomina aspirieren im Nominativ und Dativ Singular. Das n vom Artikel fällt in diesen Fällen vor dem aspirierten Konsonanten weg und wird durch eine Apostrophe ersetzt ('). Vor c und g im männlichen Nominativ Singular sowie im Genitiv Plural, spricht man den Artikel an und nan mit einem folgenden g-Laut (etwa "-ank" und "-nank") aus: an cù klingt wie "ang cù" (der Hund) und nan gleann wie "nang gleann" (der Täler). Beispiele:
bàrd m Dichter, bròg f Schuh, fear m Mann, fras f Regen, Regenschauer, maor m Beamter, modh f Art, piobair m Pfeifer, poit f Topf, cat m Katze, clach f Stein, gille m Junger Mann, geug f Ast, m Hund, gleann m Tal (engl. glen)

Singular
N am bàrd a' bhròg am fear an fhras
G a' bhàird na bròige an fhir na froise
D a' bhàrd a' bhròig an fhear an fhrois
 
Plural
N na bàird na brògan na fir na frasan
G nam bàrd nam bròg nam fear nam fras
D na bàird na brògan na fir na frasan
 
Singular
N am maor a' mhodh am piobair a' phoit
G a' mhaoir na modha am piobear na poite
D a' mhaor a' mhodh am piobear a' phoit
 
Plural
N na maoir na modhan na piobairean na poitean
G nam maor nam modh nam piobairean nam poit
D na maoir na modhan na piobairean na poitean na poitibh
 
Singular
N an cat a' chlach an gille a' gheug
G a' chait na cloiche a' ghille na géige
D a' chat a' chloich a' ghille a' ghéig
 
Plural
N na cait na clachan na gillean na geugan
G nan cat nan clach nan gillean nan geug
D na cait na clachan na gillean na geugan
 
Singular Plural
N an cù am gleann na còin na glinn, gleanntan
G a' chòin a' ghlinn, ghlinne nan chòn nan gleann
D a' chù a' ghleann na còin na glinn, gleanntan, gleantaibh


Gruppe 3: sämtliche Substantive die mit s mit folgendem l, n und r bzw. s mit folgendem Vokal anfangen

Männliche Nomina in dieser Gruppe bilden vorangehendes t- im Genitiv und Dativ Singular und weibliche Nomina dasselbe im Nominativ und Dativ Singular. Der Artikel ändert sich nicht im Plural. Das s wird nach t- nicht ausgesprochen. Beispiele: sruth m Strom, Fluß, srad f Funke, sliabh m Berg, slat f Latte, Stab, snàth m Faden, snaois f Scheibe

Singular
N an sruth an t-srad an sliabh an t-slat
G an t-srutha na sraide an t-sléibhe na slaite
D an t-sruth an t-sraid an t-sliabh an t-slait
 
Plural
N na sruthan na sradan na sléibhte, sléibhtean na slatan
G nan sruth nan srad nan sliabh nan slat
D na sruthan na sradan na sléibhte, sléibhtibh na slatan

 
Singular Plural
N an snàth an t-snaois na snaithean na snaoisean
G an t-snaith an snaoise nan snàth nan snaois
D an t-snàth an t-snaois na snaithean na snaoisean


Gruppe 4: sämtliche Substantive die mit einem Vokal (a e i o u) anfangen

Wie bei den Nomina der Gruppe 3, bilden männliche Nomina in dieser Gruppe ebenfalls vorangehendes t- im Genitiv und Dativ Singular und die weiblichen Nomina dasselbe im Nominativ und Dativ Singular. Zudem bilden männliche Nomina in dieser Gruppe eine vorangehende Aspiration durch h- im Genitiv Singular; Nomina beider Geschlechter bilden h- im Nominativ und Dativ Plural. Beispiele: athair m Vater, abhainn f Fluß, each m Pferd, éirig f Lösegeld, ìm m Butter, ite f Feder, oglach m Diener, ord m Hammer, òrag Garbe

Singular
N an t-athair an abhainn an t-each an éirig
G a h-athair
D an t-athair
Plural
N na h-aithrichean na h-aibhnichean na h-eich na h-éirigean



FORMEN MIT EINEM ADJEKTIV

WEIBLICHE SUBSTANTIVE MIT EINEM ADJEKTIV
cluas mhór, ein großes Ohr
Singular Plural
N cluas mhór cluasan móra
G cluaise móire chluasan móra
D cluais mhóir cluasan (cluasaibh) móra
V a chluas mhór! a chluasa móra!
 
a' cluas mhór, das große Ohr
Singular Plural
N a' cluas mhór na cluasan móra
G na cluaise móire nan cluasan móra
D na chluais mhóir na cluasan (cluasaibh) móra
do 'n chluais mhóir do na cluasan (cluasaibh) móra


MÄNNLICHE SUBSTANTIVE MIT EINEM ADJEKTIV
uan beag, ein kleines Lamm
Singular Plural
N uan beag uain bheaga
G uain bhig uan beaga
D uan beag uain bheaga (uanaibh beaga)
V uain bhig! uana beaga!
 
an t-uan beag, das kleine Lamm
Singular Plural
N an t-uan beag na h-uain bheaga
G an uain bhig nan uan beaga
D an t-uan bheag na h-uain bheaga (na h-uanaibh beaga)
do 'n uan bheag do na h-uain bheaga
(do na h-uanaibh beaga)


KOMPOSITA (ZUSAMMENGESETZTE FORMEN)

ZWEI SUBSTANTIVE

Wenn zwei Substantive verwendet werden, um ein Compositum zu bilden, wird das erste Wort regelmäßig dekliniert. Das zweiter Wort ist aber durch alle Fälle immer im Genitiv. Es kann singular oder plural sein. Wenn es im Singular ist, aspiriert es wie ein Ajectiv in Einklang mit dem ersten Substantiv, wenn im Plural, aspiriert es durch alle Fälle.

Singular
volle Ebbe Hühnerhütte Nußwald
N làn-mara taigh-chearc coille-chnò
G làin-mhara taigh-chearc coille-chnò
D làn-mara taigh-chearc coille-chnò
V a làin-mhara a thaigh-chearc a choille-chnò


SUBSTANTIV + ADJEKTIV

Wenn ein Substantiv zusammen mit einem Adjektiv ein Compositum bilden, werden beide Teile regelmäßig so dekliniert, als ob sie getrennt wären.

coileach-dubh, schwarzer Hahn, Auerhahn
Singular Plural
N coileach-dubh coileach-dubh
G coilich-dhuibh coileach-dubha
D coileach-dubh coilich-dhubha
V a choilich-dhuibh a choileacha-dubha


ADJEKTIV + SUBSTANTIV

Wenn ein Adjektiv zusammen mit einem Substantiv ein Compositum bilden, bleibt das Adjektiv im Nominativ und das Substantiv wird regelmäßig dekliniert (mit Aspiration).

dubh-fhacal (a dark saying)
Singular Plural
N dubh-fhacal dubh-fhacail
G dubh-fhacail dubh-fhacal
D dubh-fhacal dubh-fhacail
V a dhubh-fhacail a dhubh-fhacla


SUBSTANTIV MIT ARTIKEL

Männliche Substantive, Singularformen
Nominativ (Bedeutung) Genitiv Dativ mit aig "zu" and do "zu"
an t-athair der Vater an athar aig an athair do'n athair
am bràthair der Bruder a' bhràthar aig a'bhràthair do'n bhràthair
an caraid der Freund a' charaid aig a' charaid do'n charaid
an duine der Mann an duine aig an duine do'n duine
an t-each das Pferd an eich aig an each do'n each
am fear der Mann an fhir aig an fhear do'n fhear
an gàradh der Garten a' ghàradh aig a' ghàradh do'n ghàradh
an t-isean die Gans an isein aig an isean do'n isean
an laoch der Held an laoich aig an laoch do'n laoch
am mac der Sohn a' mhic aig a' mhac do'n mhac
an neul die Wolke an neòil aig an neul do'n neul
an t-òglach die Jugend an òglaich aig an òglach do'n òglach
am port der Hafen a' phuirt aig a phort do'n phort
an rìgh der König an rìgh aig an rìgh do'n rìgh
an sgadan der Hering an sgadain aig an sgadan do'n sgadan
an taigh das Haus an taighe aig an taigh do'n taigh
an t-uircean das Schweinchen an uircein aig an uircean do'n uircean


Weibliche Substantive, Singularformen
Nominativ (Bedeutung) Genitiv Dativ mit aig "zu" and do "zu"
an abhainn der Fluß na h-aibhne aig an abhainn do'n abhainn
a' bhreug die Lüge na bréige aig a' bhréig do'n bhréig
a' chearc die Henne na circe aig a' chirc do'n chirc
an dùthaich das Land na dùthcha aig an dùthaich do'n dùthaich
an eala der Schwan na h-eala aig an eala do'n eala
an fhìrinn die Wahrheit na fìrinn aig an fhìrinn do'n fhìrinn
a' ghòraich die Torheit na ghòraich aig an ghòraich do'n ghòraich
an iteag die Feder na h-iteig aig an iteig do'n iteig
an lach die Wildente na lacha aig an lach do'n lach
a' mhàthair die Mutter na màthar aig a' mhàthair do'n mhàthair
an nighean die Tochter na h-inghne aig an nighinn do'n nighinn
an òrdag der Daumen na h-òrdaig aig an òrdaig do'n òrdaig
a' phiseag das Kätzchen na piseig aig a' phiseig do'n phiseig
an ròineag das Haar na ròineig aig an ròineig do'n ròineig
an sguab die Garbe na sguaibe aig an sguaib do'n sguaib
an t-sùil das Auge na sùla aig an t-sùil do'n t-sùil
an tunnag die Ente na tunnaig aig an tunnaig do'n tunnaig
an uaigh das Grab na h-uaighe aig an uaigh do'n uaigh



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